Sie wird nicht da sein, wenn es mir nicht gut geht. Sie wird mich nicht trösten können, wenn es mir schlecht geht. Sie wird nie meinen ersten Freund kennen lernen und sie wird mich nie trösten können, wenn es mit ihm vorbei ist. Sie wird mir nicht die Daumen für meine Matura drücken können und sie wird mir nicht gratulieren können, wenn ich sie geschafft habe. Sie wird auch nicht bei meiner Hochzeit dabei sein und ihre Enkelkinder wird sie auch nie kennen lernen.
Ich kann euch gar nicht sagen wie sehr ich sie vermisse. Mit ihrem positiven Denken munterte sie mich stets auf und ihre Umarmungen waren besser als jede noch so scheinbar wirksame Medizin. Sie fand immer Lösungen für meine Probleme. Sie wollte immer Abenteuer erleben und in ferne Länder reisen. Sie war fasziniert von fremden Sprachen und Kulturen. Sie war meine Mutter und ich will sie zurück. Sie wurde mir weggenommen. Eiskalt weggenommen! Vom unbarmherzigen Tod.
Es gab nur einen Moment in meinem Leben, in dem ich weinte und sie lachte.
Meine Geburt!
Sag mir, wo bist du? Siehst du manchmal nach uns hier unten? Beschützt du mich? Kommst du irgendwann mal wieder zurück?
Wo bist du? Ich kann dich nicht mehr sehen.
Jetzt weine ich.
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