Dienstag, 11. September 2012

Liebe Frau Unterrichtsministerin

Wisst ihr noch, als das Thema der Abschaffung der schulautonomen Tage diskutiert wurde?
Die Schüler streikten und blieben der Schule fern, um zu zeigen, dass ihnen das ganz und gar nicht gefällt. Die dafür zuständigen Politiker wollten diese Entscheidung treffen.
Wurde dabei jemals darüber nachgedacht Leute nach der Meinung zu fragen, die davon betroffen sind?

Was ist mit der neuen Mittelschule?
Wer wurde hierzu befragt?
Schüler oder Politiker?

Und die neue Zentralmatura, wie sieht es mit der aus?
Wurde je ein Schüler gefragt, wie er sich dabei fühlt?

Schüler müssen Tag für Tag beinhart spüren, dass sie kein Wort zu sagen haben, weil ihnen kein Mensch zuhört. Sie fühlen sich übergangen, werden hilflos einem neuen, nicht durchdachten System ausgeliefert.
In ihrer Not organisieren sie, mithilfe SMS und Facebook, einen Streik.

Hören Sie den Hilferuf denn nicht, liebe Frau Unterrichtsministerin?

Schüler lernen schon von klein auf, was passieren kann, wenn man über wichtige Dinge nicht mitbestimmen kann.
Streits, Gewalt, Streiks und sogar Krieg entstehen im schlimmsten Fall.
Das Wissen, dass in ihren Seelen steckt, wird einfach hintergangen und zerstört, durch dieses niveauloses Verhalten mancher Politiker.

Österreich ist doch ein demokratischer Staat.
Können Sie mir dann sagen, warum ich davon manchmal nichts mehr merke, Frau Unterrichtsministerin?

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